Barack Obamas Grundsatzrede auf dem Flughafen

Barack Obamas Grundsatzrede auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof

Aktionsbündnisse undBürgerinitiativen bekräftigen ihre Einladung an den US-Präsidentschaftskandidaten und US-Senator Barack Obama - Siegessäule problematisch

(Juli 2008) Mit einem persönlichen Brief an den US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama, haben die Aktionsbündnisse www.be-4-tempelhof.de, www.tempelhof-weltkulturerbe.de, sowie weitere Bürgerinitiativen heute ihre Einladung auf den historischen Flughafen Berlin-Tempelhof bekräftigt.

Michael Paul, Mitglied des Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: Wir meinen mit unseren Anliegen, „daß der bei weitem beste Standort für eine Rede in Berlin der Flughafen Tempelhof ist. Es ist derjenige Standort, an dem die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA 1948/49 begründet wurde. Er ist zugleich auch das Symbol der Freiheit von Berlin, Deutschland und Europa. Hier wurde der Grundstein für ein neues, demokratisches Deutschland gelegt.“

Der Initiator der Initiative „Tempelhof soll lebendiges Weltkulturerbe werden“, Volker Perplies, „Wir wissen, daß der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, wie schon bei den diversen Treffen der Luftbrücken-Veteranen auf dem Flughafen-Tempelhof geschehen, kein Interesse hat, daß Tempelhof weiter in der Öffentlichkeit erscheint, und versucht, jede Aufmerksamkeit darum zu vermeiden - vermutlich aus Rücksicht auf seinen Koalitionspartner.“
"Dennoch, mehr als 60 Prozent der Berliner Bürger stimmten im Volksentscheid für den Erhalt des Flughafens Tempelhof. Tempelhof ist das Symbol für die deutsch-amerikanische Freundschaft. In den 1980er Jahren besuchten etwa 100.000 Personen pro Tag die Freundschaftstage (Tag der offenen Tür) auf dem Flughafen, so Perplies.
Tempelhof hat seine Eignung in der Vergangenheit vielfach bewiesen. Es ist zweifellos die beste Stelle.

Karl-Helmut E. Zermin meint: „Die vom aussenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Gert Weisskirchen (SPD), und den Medien jetzt ins Spiel gebrachte Alternative zum Flughafen Berlin-Tempelhof, die Berliner „Siegessäule“ (von den Berliner liebevoll auch Goldelse genannt), halten wir für problematisch.
Im Zuge der geplanten Umgestaltung von Berlin (Nazizeit) zur Welthauptstadt Germania durch die Nazis wurde die Säule auf den Großen Stern, ihren heutigen Standort verschoben, um eine bessere Anordnung für die Naziparaden zu geben.“
Michael Paul: „Zur Zeit ist und war die Siegessäule ein beliebter Ort für Technomusikparaden ("Berlin Loveparade") und besonders die Feier des Christopher Street Day (CSD), aufgrund der Phallusform.“ „Wir Berliner haben damit kein Problem und das ist auch gut so, aber es ist sehr schwer vorstellbar, dass dies im konservativen Amerika vermittelbar ist.

Eines steht aber jetzt schon fest: Alle Berlinerinnen und Berliner, die internationalen Medien sowie alle Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden, wie einst John F. Kennedy, auch Barack Obama einen berauschenden Empfang auf dem weltpolitischen wichtigen Flughafen Tempelhof bereiten.

Zum 15. Jahrestag der Berliner Luftbrücke am 26. Juni 1963, also vor knapp 35 Jahren, besuchte John F. Kennedy West-Berlin. Vor dem Rathaus Schöneberg hielt er seine berühmte Rede, in der er an der Seite des damaligen Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt seinen berühmten Satz sagte: „Ich bin ein Berliner“. Kennedy sagte auch zukünftig der Stadt und Deutschland die Unterstützung der USA als alliierter Schutzmacht zu. Ohne den Flughafen Tempelhof wäre diese Hilfe nie möglich gewesen.

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