Be Berlin ist auch Be Tempelhof

Be Berlin ist auch Be Tempelhof.
Aktionsbündnis „be-4-tempelhof.de“ gegründet

(Berlin, 04.03.2008) Diese Woche hat sich das „Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de“ gegründet. Zu den Initiatoren gehören die Initiativen „Pro Tempelhof“, „Tempelhof soll Weltkulturerbe werden“ und die Initiative „SPD-Wähler für den Flughafen Tempelhof!

Die Debatte um den Flughafen Tempelhof hat das Bündnis veranlasst, die Gründe für die Offenhaltung Tempelhofs auf sachlicher Ebene darzustellen. Das Aktionsbündnis unterstützt die Initiatorin des Volksentscheids, die die Interessengemeinschaft City Airport e.V. – ICAT.

Das überparteiliche Aktionsbündnis möchte auch deutlich machen, dass die Schließung des Flughafens eine sachpolitische Frage ist, dessen Auswirkungen alle Berliner in Ost und West betreffen.

„Deshalb haben auch viele SPD-Wähler für Tempelhof unterschrieben“, so Michael Paul von der Initiative „SPD-Wähler für den Flughafen Tempelhof!

Michael Paul weiter: „Wir sind nicht rückwärtsgewandt, wir handeln zukunftsorientiert. Es ist im hohen Maße verantwortungslos, einen bundesweit einmaligen Standortvorteil ohne Not aufzugeben. So sichert man keine Optionen für die Zukunft. Klaus Wowereit und sein Senat verbauen durch Sturheit und ideologische Verblendung Zukunftschancen für Berlin. Wenn der Senat Investoren abweist und Vertreter der Regierungsparteien Geschäftsreisende als „Bonzen“ und „Steuerflüchtlinge“ bezeichnet, verprellt er nicht nur Interessenten - auch der Steuerzahler kann diese Haltung nicht verstehen.“

„Unsere Stadt braucht einen handlungsfähigen Regierenden Bürgermeister - auch in den Fragen der Flughäfen. Es scheint im Moment so, dass er in diesem Punkt die Interessen des Bundeslandes Brandenburg besser vertritt, als die Belange Berlins. Die Hauptstadt Berlin hätte - vorausgesetzt BBI wird pünktlich fertigt - ab 2011 keinen eigenen Flughafen mehr“ erklärt Paul.

be-4-tempelhof.de: Die so genannten Nachnutzungskonzepte können nicht ernst genommen werden, sie bestehen im Wesentlichen aus wagen Aussichten und grünen Schwärmereien. Über die erheblichen Kosten des Nachnutzungskonzeptes, schweigen sich der Senat und die Gegner des Flugshafens gänzlich aus. Die Rechnung wird den Bürgern, vergleichbar mit dem Verkauf der Berliner Wasserbetriebe, nachträglich präsentiert.

„Der Flughafen Tempelhof könnte mit einer sinnvollen Nutzung rentabel arbeiten. Wird er geschlossen, kommen auf den Steuerzahler horrende Summen zu. Allein ein Umbau des Flughafengebäudes für Büronutzung wird vom Bund auf 450 Mio. geschätzt. Sollte eine Grünfläche entstehen, werden Bodensanierungen und Entsorgung von Altlasten in dreistelliger Millionenhöhe erforderlich. Berlin braucht das Geld für Kinder- und Jugendeinrichtungen, für den Erhalt und Ausbau unserer Schulen - nicht jedoch für ein weiteres - wie auch immer gestaltetes - Projekt von Wohnen und Gewerbe. Berlin hat genügend Leerstand auf dem Wohnungsmarkt und bei Gewerbeflächen. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass mit einer Bebauung des Flugfeldes der für die Innenstadt wichtige Klimafaktor ‚Luftaustausch’ zerstört wird" so Eva Hornig, Mitglied bei be-4-tempelhof.de

"Tempelhof ist mit 85 Jahren ununterbrochenem Betrieb der älteste Verkehrsflughafen der Welt. Darüber hinaus steht er wie kaum ein anderes Bauwerk für die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts. Aufkommen der Luftfahrt, Nationalsozialismus, Krieg, Kalter Krieg und Überwindung der Teilung Europas – Tempelhof war ein Spiegelbild dieser Geschichte."
"Etwas so authentisches muss man der Nachwelt erhalten. Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Mit der Schließung des Flughafens droht dem Gebäude Verwahrlosung und Verfall. Dafür gibt es in Berlin ausreichend Beispiele. Deshalb ist der ideale und wirkungsvollste Denkmalschutz, die Beibehaltung der ursprünglichen Nutzung, meint Volker Perplies von der Initiative "Tempelhof soll lebendiges Weltkulturerbe werden"

Andreas Donati, von der „Initiative „Pro-Tempelhof“. In den letzten Monaten ist deutlich geworden, dass das Ziel Tempelhof zu schließen rein ideologisch gesteuert ist und mit Hilfe von Scheinargumenten verfolgt wird . Die Rechtslage scheint so eindeutig nicht zu sein und daher ist die Berliner Landespolitik längst aufgefordert, endlich auf die veränderten Rahmenbedingungen seit 1996 zu reagieren.

Die herbeigesehnte Länderfusion ist nicht erfolgt und wird von Brandenburg auch weiterhin abgelehnt. Des weiteren sind die Fluggastzahlen entgegen jeder Berechnung „explodiert“ und Experten weisen heute schon daraufhin, dass der BBI einen Ergänzungsflughafen nötig haben wird. Dieser sollte vernünftiger Weise in der Hauptstadt dieser Republik liegen, eben mit kurzen Wegen in die Entscheidungszentren der Stadt.

Natürlich gibt es unterschiedliche „Denkmodelle“ für solch eine Ergänzungsfunktion für den BBI – z.B. als eingeschränkter Verkehrsflughafen oder als reiner Geschäftsflughafen – selbst eine Zukunft als Sonderflughafen (Lauder/Langhammer-Konzept) würde eine sinnvolle und zweckmäßige Nutzung dieses einzigartigen Standorts darstellen. Daher in aller Deutlichkeit: Nur durch einen Erfolg des anstehenden Volksentscheids (Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen) wird von dem Berliner Senat die gebotene Sachlichkeit in der Angelegenheit einzufordern sein. Und nur dann wird für den Wirtschaftsstandort Berlin und dem Flughafen Tempelhof die beste und nicht nur die einfachste Lösung erreicht werden können!

be-4-tempelhof.de: Beim kommenden Volksentscheid können die Berlinerinnen und Berliner über die Zukunft ihres Zentralflughafens entscheiden. Es ist eine parteiübergreifende Angelegenheit aller Berliner. Die Berliner sollten sich dabei nicht von dem Getöse der Parteien instrumentalisieren lassen. Stimmen Sie deshalb für Tempelhof, stimmen Sie für Berlin!

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copyright: www.be-4-tempelhof.de

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